Es ist Viertel vor sieben.
Der Wecker klingelt.
Deine bessere Hälfte steht auf und bereitet Frühstück und Jause vor.
Du weckst die Kinder, ganz sanft: mit Kuscheln, mit Zeit.
Ihr geht ins Bad.
Die Kinder setzen sich an den Tisch.
Du bereitest die Rucksäcke vor, stellst Kleidung bereit, denkst an alles.
Mit ein bisschen Glück sitzt du kurz mit am Tisch.
Und trotzdem ist da diese Unruhe.
Nicht wegen der Uhr.
Nicht wegen der Zeit.
Sondern, weil du schon woanders bist.
Mit deinen Gedanken am Laptop.
Bei Aufgaben, die du noch gar nicht klar vor dir hast.
Bei einem Gefühl von „Ich müsste eigentlich schon…“
Genau so fühlt sich Arbeiten von zuhause mit Kindern im Alltag oft an.
Nicht klar.
Nicht ruhig.
Sondern wie ein ständiges Dazwischen.
Gerade Arbeiten von zuhause mit Kindern bringt ganz eigene Herausforderungen mit sich.
Und genau hier setzen meine 7 Tipps an.
Nicht, um deinen Alltag perfekt zu machen, sondern um ihn leichter zu machen.

So fühlt sich Arbeiten von zuhause mit Kindern oft an.
Wenn du dich darin wiedererkennst: Genau über diese Realität habe ich auch in diesem Artikel geschrieben: Homeoffice mit Kindern: Warum Selbstständigkeit anders aussieht als gedacht
1. Arbeite in klaren Zeitinseln – nicht in offenen To-do-Listen
Das Problem ist oft nicht die Zeit.
Sondern, dass dein Kopf ständig zwischen allem hin- und herspringt.
Was dir hilft, sind keine längeren To-do-Listen.
Sondern klare Zeiträume.
Zum Beispiel:
- 30 Minuten Blog
- 30 Minuten Verwaltung
- 30 Minuten Organisation
In dieser Zeit musst du nicht überlegen, was du machst.
Du weißt es schon.
Genau das nimmt Druck raus.
Denn gerade beim Arbeiten von zuhause mit Kindern ist diese Klarheit entscheidend.
Ein kleiner Trick, der einen großen Unterschied macht:
Notiere dir am Ende deiner Arbeitszeit den nächsten konkreten Schritt.
Idealerweise direkt am Ende des Dokuments, das du gerade bearbeitest.
So findest du beim nächsten Mal sofort wieder hinein.
Ohne neu starten zu müssen.
Ohne das stressige Führen einer endlosen To-Do-Liste.
Warum klassische To-Do-Listen oft nicht funktionieren und was stattdessen hilft, habe ich in folgendem Artikel genauer erklärt: Multitasking im Familienalltag: Wie das One-Thing-Prinzip Eltern entlastet
2. Nutze kleine Zeitfenster bewusst, statt sie perfekt planen zu wollen
Viele kleine Zeitfenster wirken auf den ersten Blick unbrauchbar.
10 Minuten hier.
15 Minuten dort.
Aber genau darin liegt oft dein größter Hebel.
Nicht, weil du darin „alles schaffst“.
Sondern weil du dranbleibst.
- eine Idee notieren
- einen Absatz schreiben
- etwas kurz überarbeiten
Diese kleinen Schritte summieren sich.
Und plötzlich ist da Bewegung:
ohne Druck, ohne Perfektion.

Fokus entsteht nicht durch mehr Zeit, sondern durch klare Zeitfenster.
3. Trenne gedanklich deine Bereiche, auch wenn sie physisch zusammen sind
Homeoffice mit Kindern bedeutet oft:
Alles passiert im selben Raum.
Aber dein Kopf braucht trotzdem Orientierung.
Was hilft:
klare „mentale Räume“
Zum Beispiel:
Jetzt ist Arbeitszeit.
Jetzt ist Familienzeit.
Auch wenn beides am selben Tisch stattfindet.
Diese innere Klarheit hilft dir, schneller umzuschalten und weniger Energie zu verlieren.
4. Arbeite mit einfachen Strukturen statt mit langen To-do-Listen

Es ist nicht perfekt, aber es funktioniert.
To-do-Listen können schnell überfordern.
Vor allem, wenn darunter 20 Punkte stehen.
Denn sie zeigen uns nicht nur, was wir als nächstes tun sollen.
Sie zeigen uns auch konstant, was wir alles noch nicht gemacht haben.
Was dir stattdessen helfen kann:
Arbeite mit klaren Bereichen (Pfeilern).
Hier ein Beispiel anhand eines Online-Business eines meiner Freelance-Papas, der 2 Stunden am Tag zur Verfügung hatte. Das waren seine Pfeiler zu je 30 Minuten am Tag:
- Traffic
- Lead
- Verkauf
- Optimierung
Du weißt: Diese Bereiche kommen wieder.
Du musst nicht alles heute schaffen.
Und genau das nimmt Druck raus.
5. Perfektionismus loslassen! Einfach und regelmäßig schlägt perfekt und selten
Beim Arbeiten von zuhause mit Kindern ist Perfektion oft der größte Stressfaktor und gleichzeitig kaum realistisch.
Und oft auch gar nicht notwendig.
- Ein schnell gewischtes Bad,
- eine halb aufgeräumte Küche,
- ein Text, der gut ist – nicht perfekt.
Das reicht.
Und es bringt dich weiter.
Denn genau dieser Anspruch ist oft der erste Schritt in Richtung Überforderung und im schlimmsten Fall Burnout. Mehr zu diesem Thema kannst du in meinem folgenden Artikel zum Eltern-Burnout nachlesen: Eltern-Burnout in der Selbstständigkeit: Ein Warnsignal im Familienalltag
Und wenn du noch tiefer in das Thema Eltern-Burnout eintauchen möchtest, findest du interessante Informationen auf der Webseite der Wissenschaftlerinnen und Müttern Isabelle Roskam und Moïra Mikolajczak.
Tools können dich zusätzlich entlasten:
- ein Saugroboter
- ein Waschtrockner
- kleine Routinen im Alltag
Nicht perfekt.
Aber unglaublich hilfreich.
6. Wenn deine Woche plötzlich kippt: Tag 1 bewusst runterfahren

Manchmal ist der wichtigste Schritt: stehen bleiben.
Du kennst bestimmt diesen Moment.
Alles ist geplant.
Und dann, plötzlich, funktioniert nichts mehr.
Kind krank.
Betreuung fällt aus.
Pläne zerbrechen.
Es fühlt sich an, als würde dein ganzer Wochenplan auf einmal wegrutschen.
Der wichtigste Schritt ist dann: nicht schneller werden.
Sondern: bewusst langsamer werden.
Mein persönlicher „Move“ dabei:
Tag 1 wird runtergefahren.
- Familie bleibt,
- wichtige Termine bleiben,
- alles andere wird gestrichen.
Nicht verschoben im Kopf.
Sondern wirklich losgelassen.
Das ist kein Aufgeben.
Das ist ein Reset.
Und genau dadurch entsteht wieder Klarheit für Tag 2 und 3.
Dabei kann dir ein kleines Reset-Tool helfen:
ein kurzer Moment, in dem du deine Woche neu sortierst und dich wieder ausrichtest.
Wenn du neu hier bist, bekommst du dieses Tool gemeinsam mit meinem Workbook.
Und wenn du bereits mit dem Workbook arbeitest, ist das Reset-Tool deine schnelle Hilfe für genau diese Wochen, in denen plötzlich alles anders läuft als geplant.
Wichtig ist dabei:
Das Reset-Tool wirkt am besten, wenn du deine Basis klar hast – also deinen Fokus, deine Struktur und deine nächsten Schritte kennst.
Genau diese Basis baust du mit meinem Workbook „4 Zaubertools für Freelance-Eltern“ auf.
7. Du bist nicht das Problem! Dein Alltag ist einfach anders.
Vielleicht kennst du diesen Gedanken:
„Ich bin nicht organisiert genug“
„Ich müsste das besser schaffen“
Aber:
Du bist nicht das Problem.
Dein Alltag ist einfach anders.
Vielleicht hast du:
- kleine Kinder
- einen Hauptjob
- dein eigenes Business parallel dazu
- Menschen, die dich brauchen
Und all das darf gesehen werden.
Jeder Alltag ist individuell.
Und dein Alltag darf sich auch genau so anfühlen.
Was oft hilft, ist nicht mehr Kontrolle.
Sondern mehr Freundlichkeit dir selbst gegenüber.
Was dir jetzt konkret helfen kann
Vielleicht hast du dich an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt.
Vielleicht nimmst du einen Gedanken mit.
Oder einen kleinen Impuls.
Und genau so darf es sein.
Arbeiten von zuhause mit Kindern darf sich leichter anfühlen: Schritt für Schritt.

Das ist der Moment, für den sich all das trägt.
Wenn du dir mehr Klarheit in deinem Alltag wünschst, ist jetzt ein guter Moment, dir mein Workbook als Begleitung hinzuzuholen: Die 4 Zaubertools für selbstständige Eltern
Es hilft dir dabei:
- deinen Fokus zu finden
- deine Woche klar zu strukturieren
- Schritt für Schritt dranzubleiben
Und für genau die Wochen,
in denen plötzlich alles anders läuft als geplant,
bekommst du zusätzlich ein kleines Reset-Tool.
Wie ein Anker im Alltag.
Damit du immer wieder zurückfinden kannst –
zu deinem eigenen Rhythmus.
Arbeiten von zuhause mit Kindern wird nie perfekt sein.
Und das muss es auch nicht.
Was es darf:
- leichter werden
- klarer werden
- mehr nach dir klingen
Schritt für Schritt.
In deinem Tempo.
